Rheinsteig Etappe 6

Von Lorch am Rhein nach Kaub

Länge 13.8 km
Dauer 4 h 30 min
Aufstieg 674 m
Abstieg 673 m
Höhe min. 76 m
Höhe max. 353 m
Schwierigkeit mittel
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Startpunkt

Lorch, Ortsmitte (77 m) Koordinaten: Geogr. 50.043992 N 7.802693 E

Zielpunkt

Kaub, Zollstraße

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel:
Mit dem Zug bis Bahnhof Lorch.

Anfahrt:
Auf der B 42 bis nach Lorch. Ab Bahnhof dem Rheinsteig-Zuweg in die Ortsmitte folgen (ca. 750 m).

Parkmöglichkeiten

Parkplätze direkt an der B 42 in der Nähe des Bahnhofs in Lorch.

Lorch – Wisperbrücke – Nollig – Clemenskapelle – Retzbachtal - Wirbellay – Niederthal – Schenkelbachtal – Volkenbachtal – Burg Gutenfels – Kaub

Beschreibung

Von Lorch am Rhein führt der Weg zunächst zur alten Stadtbefestigung, der Ruine Nollig. Durch sehr interessante Landschaft, ganz nebenbei sind auch Details zur Geschichte der Region zu erfahren, führt der Rheinsteig® an einem Schaukasten mit Hinweisen zur historischen und aktuellen Landesgrenze vorbei. Insgesamt verbindet der Rheinsteig® auf dieser Etappe perfekt ein Wandervergnügen der Extraklasse mit Naturerlebnissen und kulturellen Attraktionen.

Einkehrmöglichkeiten

Bitte ausreichend Proviant und Getränke mitnehmen.

Weitere Informationen

Tourplanung:
Der Jahreszeit entsprechende Wanderkleidung sowie feste Schuhe mit Profilsohle.
Weitere Infos:
Rheinsteig-Büro
Romantischer Rhein Tourismus GmbH
An der Königsbach 8
56075 Koblenz
Tel. 0261/ 97 38 47 0
Fax 0261/ 97 38 47 14
info@rheinsteig.de
www.rheinsteig.de

Karten / Literatur

Rheinwandern Süd, LVermGeo Rheinland-Pfalz, 1:25.000, ISBN 3-89637-387-0, 2011,
Rheinsteig 2, LahnsteinWiesbaden, 1:25.000, Public Press, ISBN 3-89920-467-4

Streckenbeschreibung

Wo einst die Galgen grässlich grüßten
Den Wein sehnt man sich herbei, wenn der alpine Kletteraufstieg zum Nollig bewältigt ist. Der Festungsturm gehörte einst Stadtmauer, die den Ort an der Mündung der Wisper umschloss. Was folgt, ist Genusswandern pur. Weinberge begleiten uns hoch über dem Rhein zur Clemenskapelle und weiter ins Retzbachtal. Jenseits zieht der Rheinsteig in den Vorderhang des Rheintals zurück zu einem Aussichtsplatz mit Ruhebank. Nun ist es nicht mehr weit bis zur Wirbellay. Von dem Felskopf bietet sich ein herrlicher Blick auf Bacharach, die heimliche Hauptstadt der Rheinromantik mit der imposanten Ruine der Wernerkapelle und der mächtigen Burg Stahleck.
Nun naht das tief eingeschnittene Niederthal und dort nach langem Aufstieg ein Weinstand, den man hier mitten im Wald sicher nicht erwartet hätte. Er bietet allerhand Leckereien: Zum Beispiel Lorch(hausen)er und Kauber Weine, Wispertalforelle und Wildbratwurst. Dort in der Nähe standen einst die Galgen des Mainzer Hochgerichtes denen des kurpfälzischen Hochgerichtes gegenüber und grüßten sich grässlich. Der Grenzvogt vom Niederthal hat hier eine Infotafel erstellt und ein Grenzbuch ausgelegt, in dem Wanderer ihre Eindrücke gerne in Worte fassen. Anschließend heißt es wieder kräftig pusten. Der „Paul-Claus-Pfad“ steigt in Serpentinen steil bergan. Wie gut, dass bald ein Querweg naht, auf dem man nun gemütlich nach Kaub laufen könnte – würde der Rheinsteig nicht noch einmal abzweigen und einen gehörigen Schlenker über das Schenkel- und Volkenbachtal machen. Nur wenige Meter vor der Burg Gutenfels, die in Privatbesitz und daher leider meist unzugänglich ist, führt der Rheinsteig schließlich links hinunter nach Kaub. Vom Strom grüßt schon seit einiger Zeit die Burg Pfalzgrafenstein herauf - die einzige Burg am Rhein, die ständig nasse Füße hat.

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