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Zur Arbeit im Weinberg

Es gibt kaum einen größeren Unterschied als den zwischen der täglichen Arbeit eines Winzers und der allgemeinen Vorstellung davon. Gewiss, mit Hacke, Karst und Spaten muss heute niemand mehr einen Weinberg bearbeiten; dafür gibt es heute Schmalspurtraktoren mit den verschiedensten Zusatzeinrichtungen.


Gleichwohl ist der Beruf des Winzers geblieben, was er immer war, harte Arbeit, das ganze Jahr hindurch.
   
Das gilt besonders für die in den Volksliedern und Heimatfilmen am meisten verklärte Tätigkeit, die Weinlese. In der Regel beginnt sie um den 15. Oktober und zieht sich bis weit in den November. Da ist es morgens bitter kalt, und oft regnet es um diese Jahreszeit. Statt bunter Trachten und fröhlicher Lieder wie im Film, sind Gummistiefel, klamme Finger und schmerzender Rücken angesagt.

Daran hat auch die Mechanisierung nicht viel geändert, außer, dass die Winzer versuchen, mit weniger Hilfskräften auszukommen, um die Kosten zu senken und den Verbrauchern einen bezahlbaren Wein anzubieten.

Die Winterzeit, früher immerhin eine kurze Zeit relativer Ruhe, wird jetzt genutzt um den Maschinenpark auf Vordermann zu bringen. Anfang Januar beginnen die Arbeiten im Weinberg mit dem Rebschnitt, der sich bis ungefähr März hinzieht.

Etwa 580 - 600 Stunden pro Hektar beträgt der jährliche Arbeitsaufwand in den Weinbergen, bei voller Mechanisierung. Dabei sind die übrigen Arbeiten vom Keltern bis zum Ausliefern des Weines noch gar nicht berücksichtigt. Selbst eine Weinprobe ist für die Winzer im Grunde ja ein Verkaufsgespräch, also Arbeit. Aber gerade darauf sind die Familienbetrieb stolz, dass in voller Eigenverantwortung ein komplettes Produkt hergestellt wird. Sämtliche Arbeitsgänge von Pflanzen der Rebe über das Keltern bis zur Flaschenfüllung des Weines. Auch die Vermarktung der edlen Tropfen liegt ausschließlich bei den Weingütern.