Flörsheim am Main

Flörsheim am Main wurde erstmals im Jahre 828 urkundlich erwähnt, die Stadtrechte und der Zusatz „am Main“ wurden jedoch erst im Jahr 1953 verliehen. Im Jahr 1972 schlossen sich Flörsheim, Weilbach und Wicker freiwillig zur Stadt Flörsheim am Main zusammen.

Die Flörsheimer Altstadt - seit 2008 zusammen mit dem Kurpark Bad Weilbach und den Überresten der dortigen bandkeramischen Siedlung auf der Liste der schutzwürdigen Kulturgüter der UNESCO - war ab Mitte des 16. Jahrhunderts von einer Bruchsteinmauer umfasst, dessen erhaltener Überrest der Mainturm ist. Die eindrucksvolle Silhouette der St.-Gallus-Kirche als ein typisches Beispiel für ländliche spätbarocke Kirchenbaukunst prägt das Stadtbild. Im barocken Rahmen der des Altarraumes finden seit über 25 Jahren die bekannten Gallus-Konzerte statt. In der Altstadt und der gesamten Gemarkung Flörsheims stehen zahlreiche Wegekreuze und Kapellen des 17. bis 19. Jahrhunderts, die zum Teil Stationen auf dem Weg der großen Prozession des „Verlobten Tages“ sind. Dieser Tag wird seit mehr als dreihundert Jahren am jeweils letzten Montag im August zur Erinnerung an die Befreiung von der Pestepidemie des Jahres 1666 gefeiert.

Mit der Signatur „FFF“ ist die Flörsheimer Fayence-Fabrik auch heute noch im Wappen der Stadt Flörsheim am Main präsent. Die Manufaktur wurde 1765 vom Mainzer Kurfürsten in Flörsheim angesiedelt. Zahlreiche Krüge, Vasen und Objekte aus der Produktion der Fayencemanufaktur finden sich im Heimatmuseum, ebenso eine stattliche Anzahl von Gemälden des 1718 in Flörsheim geborenen Christian Georg Schütz d. Ä. und seines Umfeldes aufbewahrt.

Die Flörsheimer Warte, einst als Wachtturm der Kasteler Landwehr errichtet, ist heute nicht nur markantes Wahrzeichen auf der Wickerer Anhöhe. Vor dort aus hat man bei einem Schoppen Wein einen herrlichen Blick über die Weinbergslage „Herrnberg“ hinab in das Maintal bis hinüber zum Odenwald. Die zweite Flörsheimer Weinlage „St.-Anna-Kapelle“ liegt im Bereich der Wiesenmühle. Dort befindet sich die im Jahr 1715 erbaute St.-Anna-Kapelle, die der Heiligen Anna-Selbdritt gewidmet ist und der Weinlage ihren Namen gab. Seit April 2010 kann Flörsheim mit einem eigenen Weinprobierstand aufwarten. In einem Pavillon auf dem Maindamm bieten die Flörsheimer und Wickerer Winzer von Ende April bis Anfang Oktober jeweils freitags bis sonntags mit ihren Weinen den Besuchern und Gästen einen genussvollen und angenehmen Aufenthalt.

Kultur, Freizeit und Erholung werden im Angebot der Stadt Flörsheim am Main groß geschrieben, dazu prägen Feste und Märkte im Jahreslauf das Bild einer lebendigen Stadt. Zahlreiche Wanderer und Pilger ziehen auf ihrem Marsch auf der Bonifatiusroute von Mainz nach Fulda durch Flörsheim-Weilbach. Auf Flörsheimer Mainseite verläuft der Main-Radweg R3, einer der beliebtesten Fernradwege Deutschlands.

Unter dem Motto „Der Landschaft einen Sinn – den Sinnen eine Landschaft“ versucht der Regionalpark RheinMain verbliebene Freiflächen zwischen den Siedlungen im Verdichtungsraum RheinMain zu sichern und als Lebensraum und zur Erholung der Menschen in der Region zu erschließen. Zahlreiche Wege und Wegstrecken, durch Gartenbau und Architektur gestaltete Plätze und Aussichtspunkte und künstlerisch ausgearbeitete Objekte und Installationen bieten Familien mit Kindern ein attraktives Angebot für Ausflüge und Exkursionen in Flörsheim und Umgebung: zum „Haus des Dichters“ in Weilbach ebenso wie über die „Steine am Panoramaweg“ entlang der ehemaligen „Kasteler Landwehr“ bis hin zur Flörsheimer Warte oder zum Eisenbaum in der „Flörsheimer Schweiz“.

Informieren Sie sich im folgenden näher über die Flörsheimer Winzer (Wicker) und Weinmajestäten.

Erfahren Sie mehr über Flörsheim am Main unter: www.floersheim-main.de .

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