Rheinufergestaltung in Eltville ausgezeichnet

Am 24.11.2017 wurde im Schloss Biebrich der diesjährige Garten-Oskar an das Büro Scholtissek Landschaftsarchitekten aus Eltville vergeben. Mit dem Garten-Oskar werden seit 2001 landschaftsplanerische Projekte mit besonders ästhetisch, funktional und nachhaltig gestaltetem Anspruch in Hessen ausgezeichnet. Eine Kooperation der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) und dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Beworben hat sich das Landschaftsplanungsbüro mit der Gestaltung des Eltviller Rheinufers. Der zur Promenade gestaltete Uferbereich wurde sowohl über Fördermittel des Stadtumbaus finanziert als auch mit Fördermittelmitteln der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH. Zu den Gratulanten gehörten neben dem Fachpublikum auch die Staatssekretärin Beatrix Tappeser und der Bürgermeister der Stadt Eltville am Rhein, Patrick Kunkel. Die Laudatio hielt Herr Prof. Dipl.-Ing. Cassian Schmidt, Professor im Fachbereich Landschaftsarchitektur an der Hochschule RheinMain in Geisenheim.

Träger der Maßnahme ist der Zweckverband Rheingau.

Weitere Informationen zur Umgestaltung finden Sie in dieser Broschüre.

Die Bubenhäuser Höhe in Eltville-Rauenthal ist eines der markantesten Aussichtspunkte des oberen Rheingaus. Jetzt verbindet ein Rundweg die Bubenhäuser Höhe mit dem Rheinsteig.

Am 11. Mai 2015 wurde der 8 km lange Rundweg vom Eltviller Bürgermeister Patrick Kunkel im Beisein vieler Bürgerinnen und Bürger eröffnet.

Der Weg wurde mit dem Deutschen Wandersiegel zertifiziert.

LEADER-Projekt Bewegungsparcours in Martinsthal eröffnet

Die Stadt Eltville hat nun den Bewegungsparcours im Eltviller Stadtteil Martinsthal nach Fertigstellung eröffnet. Es handelt sich hierbei um ein durch LEADER-Mittel gefördertes Projekt. Das Wiesental mit seinem parkähnlichen Gelände bietet sich für die Aufstellung der Geräte an. Ruhig, aber trotzdem zentral gelegen, stellt der Standort einen beliebten Treffpunkt der Bevölkerung dar. Insgesamt vier Outdoor-Fitnessgeräte, die mit einem ovalen Weg verbunden und aufeinander abgestimmt sind, wurden errichtet. Die Geräte fügen sich perfekt in die vorhandene Grünanlage ein und bieten ein zusätzliches öffentliches Freizeitangebot für alle Generationen, auch wenn die Geräte in erster Linie für die Aktivität älterer Menschen konzipiert wurden. Bei der Auswahl der Geräte waren maßgeblich Gregor Schwiebode (Ortsvorsteher Martinsthal) sowie Hiltrud Kümmerle (Übungsleiterin und Vorstandsmitglied Turnverein) beteiligt. Der Verein hat vor, den Bewegungsparcours in sein Angebot mit einzubinden. Die Maßnahme kostete insgesamt rund 47.000 Euro, das Amt für den ländlichen Raum steuerte 23.778 Euro aus EU-Leadergeldern hinzu, der Restbetrag wurde aus dem städtischen Budget für Spiel- und Bolzplätze gezahlt. Bürgermeister Patrick Kunkel: „Dieses Projekt zeigt, wie konkret der Zweckverband Rheingau den Kommunen bei der Umsetzung sinnvoller Projekte für die Bürgerschaft helfen kann.“ Die Gelder stammen aus dem EU-Leader-Förderprogamm, den Antrag dafür hatte der Zweckverband Rheingau gemeinsam mit der Stadt Eltville gestellt und hier Weichen gelegt. Mit der EU-Gemeinschaftsinitiative sollen Entwicklungsengpässe in den ländlichen Regionen beseitigt und vorhandene Standortfaktoren optimal genutzt werden. Durch Unterstützung neuer Ideen und durch Aktionen soll die regionale Identität und die Wertschöpfung gestärkt sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen nachhaltig verbessert werden. Der Bewegungsparcours soll künftig auch als ein Etappenziel des Rheinsteigs ausgezeichnet und beworben werden. Die nahe gelegene Boulebahn sowie der Spielplatz und die Tischtennisplatte bietet nun zusammen mit dem Bewegungsparcours ein attraktives Freizeitangebot für jede Generation“, freut sich Kunkel. Parkplätze vor Ort sowie ein Gelände zum Spazierengehen locken sicher auch Gäste aus der Region an. (Quelle: Stadt Eltville am Rhein) 

Kulturland-Rheingau startet in Social Media Zukunft

Strategie-Workshop trotzt Rathausbesetzung

Social Media ist spätestens seit der milliardenschweren Übernahme von What´s App durch Facebook in aller Munde. Dass sich die Touristiker genauso wie Weinbauverband und  Zweckverband mit dem Thema beschäftigen, versteht sich für Rolf Wölfert, Vorstand der Rüdesheim Tourist AG und Mitglied im Arbeitskreis Marketing und Internet des Kulturland-Rheingau von selbst. Was fehlt, sei eine nachhaltige Strategie, d.h. heißt Themen und Partner, die Inhalte dauerhaft einpflegen.

Im Rahmen des „Leaderprogramms“ für das Kulturland Rheingau soll deshalb eine Social-Media Strategie erarbeitet und mit Hilfe eines sich anschließenden Schulungskonzepts für Betriebe aus dem Bereich Weinbau, Hotellerie und Gastronomie umgesetzt werden. Bis zum Angriff der Hexen auf das Rathaus in Eltville (Altweiberfastnacht) nahm sich deshalb auch der Vorsteher des Rheingauer Zweckverbandes und Eltviller Bürgermeister Patrick Kunkel die Zeit, an der Erarbeitung der Social Media Strategie für die Wein- und Tourismusregion „Kulturland-Rheingau“ mitzuarbeiten. Dann wurde er gefesselt und in das Fastnachtstreiben entführt. Doch davon ließ sich die Runde aus Weinbauverband und Touristikern nicht abhalten, intensiv an den Grundlagen für die Onlinezukunft zu arbeiten.

Das Projekt, das mit Hilfe des Wirtschafts- und Tourismusförderung Rüdesheim und Assmannhausen e. V. realisiert wird, soll herausarbeiten, wie mit einzigartigen Themen und Geschichten neue Zielgruppen angesprochen werden können. Ziel ist, damit eine weitere Stärkung des Weintourismus zu erzielen.

Als erste Idee wird von den Teilnehmern angestrebt, dass mehr Regionalität für die Gäste und Kunden sichtbar wird. Ansätze hierfür bieten die Premium-Positionierung des Rieslings durch stärkere Präsenz bei Wettbewerben und die Einrichtung nachhaltiger Workshops mit den Betrieben, damit das Image weiter fokussiert wird. Zu Schulungen für Betriebe aus dem Tourismus und Weinbau soll bereits im Laufe des Frühjahrs eingeladen werden. (Dies ist eine Meldung der Rüdesheim Tourist AG.) 

Verbandsvorsteher Manfred Kohl: Bewilligtes Mittelkontingent ausgeschöpft / Evaluierung der Organisationsstruktur

Rechtzeitig vor Ablauf der Antragsfrist für die derzeitige LEADER-Förderperiode hat der Zweckverband Rheingau noch einige LEADER-Projekte auf den Weg gebracht. Wie Verbandsvorsteher Manfred Kohl mitteilte, wurden im August acht Projekte beim Amt für ländlichen Raum zur Förderung eingereicht. Beantragt wurde eine Fördersumme von rund 250.000 Euro bei einem Kostenvolumen von 1,1 Millionen Euro. „Damit ist das zugeteilte neue Förderbudget in vollem Umfange ausgeschöpft worden“, freut sich Verbandsvorsteher Kohl. Immer wieder habe es Kritik gegeben, dass nicht ausreichend Projektanträge generiert wurden. Die jetzige Entwicklung mache deutlich, dass die Anlaufschwierigkeiten allmählich überwunden worden seien.

Der Zweckverband selbst sei Träger für das Projekt „Evaluierung der Organisationsstruktur“, so Kohl. Damit solle eine transparentere und effizientere Organisationsstruktur für den Regionalentwicklungsprozess im Rheingau erarbeitet werden. Bisher seien Projekte immer in drei Gremien vorgestellt und beraten worden: im Verein für Regionalentwicklung Rheingau e.V., im Regionalbeirat und schließlich im Vorstand des Zweckverbandes Rheingau. Damit sei man zu Beginn der LEADER-Förderperiode 2007 den vorgegebenen Richtlinien nachgekommen. Der Organisationsprozess habe sich aber in der Praxis als nicht unbedingt effektiv erwiesen, weil dieses umfangreiche Beratungsverfahren oft zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen im Antragsverfahren geführt habe, erklärte der Verbandsvorsteher. Darüber hinaus sei diese Organisations- und Entscheidungsstruktur nur sehr schwer zu vermitteln gewesen. Wie in der Verbandsversammlung beschlossen, werde sich der Rheingau auch zur nächsten LEADER-Förderperiode 2014-2020 wieder bewerben. Dazu solle bei der Evaluierung die bisherige Organisationsstruktur überprüft, bewertet und Stärken/Schwächen aufgezeigt und eine effizientere Struktur erarbeitet werden.

Seitens der Stadt Oestrich-Winkel seien zwei Projektanträge eingereicht worden, teilte Kohl mit. Dabei gehe es einmal um einen Bewegungsparcours, der den Anforderungen des Demographischen Wandels gerecht werden solle. Grundgedanke sei die Nutzung des Parcours durch Menschen jeden Alters zu jeder Zeit mit dem Ziel eines ganzheitlichen Trainings für den Körper. Außerdem solle der Oestricher Kran in einem weiteren Sanierungsabschnitt durch Austausch von Fassadenbrettern und einer Fachwerksanierung ertüchtigt werden.

Die Umsetzung von zwei Wanderwege-Projekten sei seitens der Stadt Eltville eingereicht worden, einmal das Projekt „Klosterrundweg“ im Klosterbezirk Eberbach und ein Schleifenweg vom Rheinsteig zur Bubenhäuser Höhe. Und die Stadt Rüdesheim habe die Weiterführung des bereits in der Stadt Bingen begonnenen „Hildegard von Bingen Erlebnis Parcours“ bis nach Rüdesheim zur Abtei St. Hildegard zur Förderung beantragt. Mit diesem Parcours werde außerdem eine Verbindung der beiden Wanderwege Rheinsteig und Rheinburgenweg erreicht. Wie Verbandsvorsteher Kohl weiter berichtete, seien dann von Privaten noch zwei weitere Projekte eingereicht worden. Dabei handele es sich einmal um eine Kulturbühne und zum anderen um die Umsetzung eines E-Bike-Verleihsystems.

"Wir freuen uns, dass wir doch noch rechtzeitig weitere Projekte generieren konnten. Dies stimmt auch für die neue Förderperiode zuversichtlich. Voraussetzung dafür ist allerdings zunächst die Anerkennung der Region Rheingau als Leaderregion in der kommenden Förderperiode", so Verbandsvorsteher Manfred Kohl. 27. August 2013/BK

Zweckverbandsvorsteher Kohl und Weinbaupräsident Ress stellen Weinerlebnis-Sehstein und Infotafel in Geisenheim vorModul Sehsteine aus Terroir-Machbarkeitsstudie umgesetzt

Aus der Machbarkeitsstudie „Terroir Rheingau –Weinerlebnis“  hat der Zweckverband Rheingau nun in Zusammenarbeit mit dem Rheingauer Weinbauverband ein erstes Projekt umgesetzt. Es handelt sich um das „Modul Sehsteine“, wie Verbandsvorsteher Manfred Kohl bei der Vorstellung eines Sehsteines mit dazugehörender Informationstafel am Standort in Geisenheim betonte. In der  Machbarkeitsstudie „Terroir Rheingau – Weinerlebnis“, die 2011 von Dr. Peter Böhm im Auftrag des Zweckverbandes Rheingau erstellt wurde, wurden Vorschläge erarbeitet, die aufzeigen, wie die touristische Attraktivität auf Basis des Terroir-Konzeptes gesteigert werden kann. Die Machbarkeitsstudie empfahl einen Ausbau in einzelnen Modulen nach dem Baukastenprinzip. Oberste Priorität habe das Modul Sehsteine gehabt, erläuterte Verbandsvorsteher Kohl. „Das Anfangsprojekt sollte ein deutliches Signal setzen und jede Rheingauer Gemarkung umfassen“, sagte Kohl. Mit der Installation von Sehsteinen und erläuternden Informationstafeln an 17 Standorten von Lorch bis Walluf werde dies erfüllt. Die Sehsteine seien Objekte, die aufgrund ihrer Größe in der Landschaft deutlich wahrgenommen und einen interessanten bzw. attraktiven Panoramablick bieten würden. Außerdem werde auf den Informationstafeln auch die Wort-Bild-Marke „Kulturland Rheingau“ in die Weinbergsflur eingeführt.

Zweckverbandsvorsteher Manfred Kohl dankte Herrn Dr. Peter Böhm von der Forschungsanstalt Geisenheim für die wissenschaftliche Begleitung und Umsetzung des Projektes. Auch die Texte mit den Erläuterungen der Landschaft, ihre Nutzung und die Hintergrundinformationen auf den Informationstafeln habe Dr. Böhm erstellt, so Kohl. Die Umsetzung des Projektes sei auch in enger Abstimmung mit dem Rheingauer Weinbauverband erfolgt. Die Planungsleistungen habe der Zweckverband an IPACH Landschaftsarchitekten vergeben und die Landschaftsbauarbeiten seien von der Firma Kress Gartengestaltung durchgeführt worden. Die Sehsteine seien aus Scheiben von Cortenstahl mit entsprechenden Sichtfenstern hergestellt worden. Das Layout der Informationstafeln sei von der Werbeagentur „Das Team“ erstellt und von der Rheingauer Volksbank mitfinanziert worden. Für das Projekt habe der Zweckverband vom Amt für ländlichen Raum einen Förderbescheid in Höhe von 53.727,00 Euro erhalten. Dies entspreche ca. 60 % der Kosten der Maßnahme. Es handele sich um eine Fördermaßnahme des Landes Hessen und der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes, teilte Kohl mit. Der Eigenanteil des Zweckverbandes betrage ca. 35.000 Euro.

Bei einem Ortstermin in Geisenheim überzeugten sich Verbandsvorsteher Manfred Kohl, Weinbaupräsident Stefan Ress und Vorstandsvorsitzender Paul Meuer von der Rheingauer Volksbank nun im Beisein von Dr. Peter Böhm vom ordnungsgemäßen Einbau der Sehstele und der Informationstafel „Geisenheim und der Rothenberg“. Dr. Böhm erläuterte dabei die Auswahl dieses Standortes: Der Rothenberg liegt auf einer überregionalen geologischen Störungszone, der Saar-Saale-Störung. Aus dem Untergrund stiegen hydrothermale Lösungen in die Gesteinsklüfte auf und zersetzten das Gestein zu Kaolin. Am Rothenberg wurde im offenen Bergbau „weißes Gold“ – Kaolin – geschürft. Im Blickfeld der Stele sieht man am Fuße des Rothenbergs die Stadt Geisenheim mit dem „Rheingauer Dom“ sowie die Gewächshäuser und Versuchsfelder der Hochschule Geisenheim. Die Aussicht vom Rothenberg wurde 2012 vom Deutschen Weininstitut zur „Schönsten Weinsicht“ des Rheingaus geehrt.“