Zweckverband Rheingau und Regionalpark RheinMain eröffnen das Regionalparkprojekt „Aussichtspunkt Lachaue“ in Geisenheim

Anlässlich einer offiziellen Feierstunde wurde am heutigen Vormittag ein weiteres Regionalparkprojekt am Rheinufer in Geisenheim eingeweiht. Karl Ottes, Aufsichtsratsmitglied der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH für den Rheingau-Taunus-Kreis hat die Veranstaltung eröffnet. Er bedankte sich bei allen Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit und bei dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und der Fraport AG für die finanzielle Unterstützung.

Nach der Gestaltung des Geländes rund um den „Oestricher Kran“ in Oestrich-Winkel, dem Umbau der „Unterführung Erbach“ in Eltville-Erbach und der Platzgestaltung an der „Nikolausquelle“ in Eltville, ist in Geisenheim ein neuer Aussichtspunkt entstanden. Die Regionalparkroute Leinpfad ist damit um einen Attraktionspunkt reicher.

Gestalterisch greift der neu errichtete Aufenthaltsbereich das Thema Flussaue auf. Pflanzensilhouetten aus Cortenstahl bilden die charakteristische Auevegetation ab. Die Installation trotzt dem Hochwasser und grenzt den Raum optisch vom angrenzenden Wäldchen ab. In Anlehnung an das bei Hochwasser mitgeführte Schwemmholz sind Holzbalken als Liege- und Sitzgelegenheiten locker im Gelände verteilt und laden zum Ausruhen ein. Von hier aus kann man den weiten Blick über den Rhein mit seinen vorgelagerten Inseln bis zur Rochuskapelle in Bingen, auf der anderen Rheinseite, genießen.
Auch die Bepflanzung greift das Auenthema auf: Weidensträucher und hohe Gräser bilden den Übergang zwischen dem Auwald und dem Rasen rund um die ‚Treibhölzer‘ und binden den Aussichtspunkt in die Umgebung ein. Eine Informationstafel, die auch in englischer Sprache übersetzt ist, erläutert das Ökosystem dieser Auenlandschaft.

Kjell Schmidt, Geschäftsführer der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH, freute sich über das fertiggestellte Regionalparkprojekt im Rheingau und kann bereits die Zusage zur Förderung der Planung für ein weiteres Projekt, diesmal in Walluf, verkünden. „Wir haben bereits im April den Projektantrag bewilligt und, nach der Zusage der Förderung durch die Fraport AG, dem Zweckverband Rheingau vergangene Woche die Förderzusage mitteilen können.“

Der Regionalpark RheinMain ist eine Landschaft für tausend Ideen. Er vernetzt nicht nur Grünräume, sondern bringt die Region und ihre Menschen zusammen. Über die Regionalparkrouten wird - wie hier am Leinpfad - die Region erschlossen und erlebbar gemacht. Gemeinsam mit vielen Partnern hat der Regionalpark Naturschätze bewahrt und Landmarken gebaut. Aussichtspunkte, Kunstprojekte und Spielangebote eröffnen neue Perspektiven auf die vielfältige Kulturlandschaft im Rhein-Main-Gebiet.

Vom Landschaftsarchitekturbüro Ipach und Mayerhofer aus Neu-Isenburg stammt die Planung für den Aussichtspunkt Lachaue. Die Metallbauarbeiten sowie die Garten-und Landschaftsbauarbeiten hat die Firma WISAG ausgeführt.

„Das Projekt wurde zu ca. zwei Dritteln mit Mitteln der Dachgesellschaft Regionalpark Ballungsraum RheinMain, des Landes Hessen und der Fraport AG gefördert“, berichtete der Vorstandsvorsteher des Zweckverbandes Rheingau und Bürgermeister der Hochschulstadt Geisenheim, Christian Aßmann. Die Gesamtkosten für das Regionalparkprojekt belaufen sich auf rund 180.000 Euro. Der Zweckverband Rheingau hat davon ein Drittel der Kosten, ca. 60.000 €, aufgebracht.  

Rheinufergestaltung in Eltville ausgezeichnet

Büro Scholtissek Landschaftsarchitekten erhält den Garten-Oskar 2017

Am 24.11.2017 wurde im Schloss Biebrich der diesjährige Garten-Oskar an das Büro Scholtissek  Landschaftsarchitekten aus Eltville vergeben. Mit dem Garten-Oskar werden seit 2001 landschaftsplanerische Projekte mit besonders ästhetisch, funktional und nachhaltig gestaltetem Anspruch in Hessen ausgezeichnet. Eine Kooperation der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) und dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Beworben hat sich das Landschaftsplanungsbüro mit der Gestaltung des Eltviller Rheinufers. Der zur Promenade gestaltete Uferbereich wurde sowohl über Fördermittel des Stadtumbaus finanziert als auch mit Fördermittelmitteln der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH. Zu den Gratulanten gehörten neben dem Fachpublikum auch die Staatssekretärin Beatrix Tappeser und der Bürgermeister der Stadt Eltville am Rhein, Patrick Kunkel. Die Laudatio hielt Herr Prof. Dipl.-Ing. Cassian Schmidt, Professor im Fachbereich Landschaftsarchitektur an der Hochschule RheinMain in Geisenheim.

Träger der Maßnahme ist der Zweckverband Rheingau.

Neue Regionalpark Freizeitkarte Rheingau vorgestellt

Die neue Freizeitkarte zum Regionalpark Routennetz im Rheingau ist der finale Baustein im Kartenangebot des Regionalparks

Der Regionalpark RheinMain hat eine neue Freizeitkarte herausgegeben, die den Verlauf der Regionalparkroute Leinpfad im Rheingau vorstellt. Damit schließt sich die Lücke der beliebten Regionalpark Karten im Westen des Gebiets.

Die Karte umfasst die Kommunen Walluf, Eltville, Oestrich-Winkel, Geisenheim, Rüdesheim und Lorch entlang der Regionalparkroute Leinpfad am Rhein und erstreckt sich bis zu den Rändern der südwestlichen Stadtteile Wiesbadens bis hin nach Ginsheim-Gustavsburg, zum Anschluss an die Regionalpark Rundroute.

Interessierte finden in der Karte neben den Regionalpark Routen auch viele Rheingauer Sehenswürdigkeiten und weitere Wander- bzw. Radwege. Charakteristisch sind dabei die vielen fantastischen Ausblicke, die man von den Waldrändern und Weinbergen über die Rebflächen in Richtung des Rheins hat.

Auf der Rückseite der neuen Freizeitkarte werden die Regionalpark Attraktionspunkte und Ausflugsziele aus dem Kartenbereich näher beschrieben: zum Beispiel der Oestricher Kran oder die neugestaltete Unterführung zum Weinprobierstand Erbach.

Daneben gibt es auf der Karte auch Hinweise zu Gaststätten, den Weiprobierständen sowie den Anschlüssen zum öffentlichen Personennahverkehr.

Die neue Regionalpark Freizeitkarte Rheingau wurde in Kooperation mit dem Zweckverband Rheingau und der Rheingau-Taunus Kultur & Tourismus GmbH entwickelt. Als Sponsor konnte die Radeberger Gruppe gewonnen werden.

Die Karte ist kostenfrei erhältlich bei den Kommunen entlang der Regionalparkroute Leinpfad, im Regionalpark Portal Weilbacher Kiesgruben, im Regionalpark Portal Wetterpark Offenbach oder mit der Post gegen Zusendung eines mit 2,60 € frankierten Rückumschlags:

Regionalpark Portal Weilbacher Kiesgruben
Besucherzentrum
Frankfurter Straße 76
65439 Flörsheim am Main            
Tel.:  0 61 45 / 9 36 36 – 20
information@regionalpark-rheinmain.de

Weitere Informationen unter: www.regionalpark-rheinmain.de

Regionalpark Infostele am Hilchenhaus bietet zukünftig Informationen über den Regionalpark RheinMain und den Rheingau

Im Rahmen einer Feierstunde weihte die Aufsichtsratsvorsitzende der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH, Frau Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, am 22. März 2017 die Regionalpark Infostele am Hilchenhaus in Lorch ein.

Der Regionalpark RheinMain ist eine Landschaft für tausend Ideen. Er vernetzt nicht nur Grünräume, sondern bringt Kommunen und Unternehmen zusammen, Kreative und Sportbegeisterte, Landwirte und urbane Gärtner. So ist er in den vergangenen Jahren zu einem Gemeinschaftsprojekt mit hohem Sympathiewert geworden.

Die Regionalparkrouten laden zu abwechslungsreichen Ausflügen in die Landschaft vor unserer Haustür ein. Während des Regionalpark Sommers finden zahlreiche spannende Veranstaltungen in der Region statt. Der immer größere Bedeutung erlangende Freizeitverkehr auf den Regionalparkrouten führt so zu der Herausforderung, Serviceangebote zu schaffen.

In den Regionalpark Portalen Weilbacher Kiesgruben und Wetterpark Offenbach oder auch bei den landwirtschaftlichen Hofstationen kann man sich bereits über die Angebote, die Projekte und Ideen des Regionalparks informieren und beraten lassen. Seit kurzem gibt es nun auch an strategischen Orten wie Wegegabelungen oder touristisch stark frequentierten Orten weitere Informations-Anlaufstellen für Regionalparkbesucher. Die Standorte wurden mit lokalen Partnern ausgewählt und werden von diesen mitbespielt.

Anlässlich der Vorstellung der neuen Regionalpark Freizeitkarte Rheingau hat die Aufsichtsratsvorsitzende der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH, Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger am Vormittag die Regionalpark Infostele am Hilchenhaus in Lorch feierlich eingeweiht. „An den Regionalpark Infostelen können sich die Menschen über den Regionalpark sowie die Kooperationspartner vor Ort informieren. Zusätzlich sind sie ein sichtbares Regionalpark-Zeichen mit Wiedererkennungswert.“

„Die vielfältigen Angebote des Regionalparks laden zu Entdeckungstouren mit dem Rad ein“, unterstrich Jäger. „Auch für Wanderfreunde gibt es jede Menge abwechslungsreiche Wegstrecken. Es ist immer wieder schön zu erleben, wie schnell wir in unserer dichtbesiedelten Region in reizvolle Landschaften gelangen, um zu entspannen und neue Kraft zu tanken. Die 200 Attraktionen des Regionalparks wie Aussichtspunkte, Kunstinterventionen und Spielangebote eröffnen neue Perspektiven auf die Kulturlandschaft.“

Die Stele am Hilchenhaus in Lorch ist eine von drei Stelen, die im Rhein-Main-Gebiet errichtet wurden. Weitere Regionalpark Infostelen befinden sich bereits in Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis) und am Mönchbruch (Kreis Groß-Gerau).

Diese Standorte wurden als Informationspunkte für den Regionalpark entwickelt. Sie halten für den Besucher Informationen über die Routen, Interessantes in der Nähe und über eigene Angebote bereit. Neben den Inhalten des Regionalparks RheinMain wurden die Informationen des Ortes am Infopoint durch einen regionalen Partner ergänzt bzw. erarbeitet. Im Falle der Infostele am Hilchenhaus in Lorch ist dies der Zweckverband Rheingau. Auch ist ein flexibler Wechselrahmen vorhanden, der für Ankündigungen, Termine und Hinweise der Partner vor Ort genutzt werden kann.

Die Ideenfindung:
Für die Ideenfindung wurde von der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH ein Ideenwettbewerb durchgeführt. Sechs Teilnehmer reichten eine konkrete Projektkonzeption ein. Die Auswahl erfolgte durch die Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH, zur Bewertung der Entwürfe wurde eine fachliche Beraterin hinzugezogen. Das Büro Hullmann – Gimmler aus Frankfurt konnte sich mit seinem Entwurf durchsetzen.

Die 3 Standorte:
•    Gelnhausen, Rosengärtchen
•    Lorch, am Hilchenhaus
•    Mörfelden, Parkplatz Mönchbruch

Finanzierung und Landesförderung:
Die Infostelen wurden durch das Land Hessen mit 20T€ gefördert, der Anteil des Regionalparks liegt bei 40T€. Insgesamt lag das Budget für die 3 Standorte bei 60T€.

Masterplan für Regionalpark-Projekte im Rheingau

Dem Masterplan liegt die grundlegende Erkenntnis zugrunde, wonach in der Kulturlandschaft Rheingau genügend Highlights vorhanden sind, die es zu vernetzen gilt. Dazu soll ein Wegesystem ausgebaut werden, das sinnbildlich auch "Sprossenleiter" genannt wird.

Der Leinpfad entlang des Rheins stellt den einen Leiterholm dar, ein auf halber Höhe in Waldrandnähe verlaufender Panoramaweg den anderen. Zwischen den beiden Holmen bilden sogenannte Bachtalrouten die Leitersprossen.

Der Masterplan führt die unterschiedlichsten Projekte, Projektideen und Projektskizzen auf, die ergänzend dazu in den kommenden Jahren sukzessive weiterentwickelt bzw. umgesetzt werden sollen.

Hier können Sie den Masterplan (April 2005) downloaden

Gestaltung der Unterführung Erbach

Außenanlagen am Oestricher Weinverladekran

Projekt Leinpfad

Der rheinbegleitende Leinpfad wurde in dem Teilstück vom Schwimmbad Eltville bis zum Hafen Rüdesheim als durchgehender Rad- und Gehweg im Rahmen des Bundesprogramms "Radwege an Bundesfernstraßen" ausgebaut.

Die Trasse verläuft durch zwei Naturschutzgebiete, das "Erbacher Wäldchen" und die "Rheinwiesen Winkel / Geisenheim", was das Eingehen vieler Kompromisse mit den beteiligten Fachbehörden bedeutete.

Die 2004 begonnenen konkreten Planungen mussten mehrfach geändert und neuen Bedingungen und Auflagen angepasst werden.

Im Dezember 2009 war der Spatenstich am Leinpfad, im Oktober 2011 wurde der Leinpfad für die Öffentlichkeit freigegeben.

Am 10. Juni 2012 fand das 1. Leinpfad-Fest statt. Auf der Strecke zwischen Rüdesheim und Walluf konnte gewandert und geradelt werden und viele örtliche Vereine und Gemeinden sorgten unterwegs mit Rheingauer Wein, Rheingauer Spezialitäten und Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl der Besucher.

Zwei weitere Leinpfadfeste fanden statt und zwar 2013 in Geisenheim und 2014 in Eltville.

Projekt Wasseros

Als erstes Element entlang des zukünftigen Panoramaweges wurde der Aussichtspunkt "Wasseros" im Dezember 2009 fertig gestellt.

Der Panoramaweg gilt - neben dem Leinpfad - als eine zentrale Hauptroute des Regionalparks und verläuft auf bestehenden, jedoch noch nicht offiziell ausgewiesenen Wegen im oberen Abschnitt der Rheingau-Hänge.

Der Aussichtspunkt "Wasseros" stellt dabei den Anfang weiterer Aussichts- und Aufenthaltspunkten dar, die der Zweckverband Rheingau entlang der Regionalpark-Routen im Rahmen des Gesamtwegekonzeptes noch realisieren möchte.

Der Name des Aussichtspunktes "Wasseros" ist dabei auf die gleichnamige Weinbergslage zurückzuführen. An der Gemarkungsgrenze zwischen Kiedrich und Eltville ist dort an einer historischen Wegekreuzung eine Wasserrückhaltemulde gelegen, an der sich ein schöner Panoramablick in die Umgebung über Kiedrich und Erbach bis hinüber nach Rheinhessen eröffnet.

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Bodenmanagement Limburg - Außenstelle Eltville konnte der Zweckverband Rheingau in Kooperation mit dem Vorstand der Flurbereinigungs-Teilnehmergemeinschaft Kiedrich eine Alternative zu den schon im Masterplan konzipierten umfangreichen Planungen für diesen Aussichtspunkt realisieren. Der Aufenthaltsbereich wurde dabei bewusst naturbelassen gestaltet und mit Sitz- und Picknickgelegenheiten ausgestattet, die nun Wanderer und Spaziergänger mit einem einmaligen Panoramablick über den Rheingau zum Verweilen einladen. Die Besonderheit dieses Attraktionspunktes entlang des künftigen Panoramawegs liegt vor allem darin, dass während der Vegetationszeit dieser herrliche Blick nicht mehr gegeben ist und sich diese Aussicht nur durch die jetzt hergerichtete Anlage bietet.