Rheingauer Riesling Routen per Rad

Radelspaß auf 62 Kilometern von Kaub bis Flörsheim am Main ­oder umgekehrt! Teils an Rhein oder Main entlang, teils durch die Weinberge. Es gibt also auch kurze Steigungen, wo man je nach Fahrrad und Kondition ein Stück schieben muss. Ein Tip für Ihre Planung: die "Köln-Düsseldorfer" und die "Deutsche Bahn" befördern Ihren Drahtesel kostenlos (bei Platzverfügbarkeit).

Eine aktuelle Karte der Rheingauer Riesling Routen können Sie hier einsehen.


Eine Beschreibung der Strecke und der zahlreichen Sehenswürdigkeiten finden Sie im folgenden:


Von Kaub bis zum Bodental (12 km):
Von Kaub bis nach Lorchhausen Radweg entlang der B 42 am Rhein. Durch die Bahnunterführung in die Kauber Straße und auf der Lorcher Straße bis Lorch. Von dort geht es weiter über die Rheinstraße (alte B 42). Ab dem Bahnhof Weinwirtschaftsweg über den Bächergrund bis zum Bodental (Einfahrt Campingplatz Suleika). Hier ist der Radweg unterbrochen bis Rüdesheim (8,5 km auf der B 42).


Von Rüdesheim am Rhein nach Walluf (26 km):
Der Radwanderweg beginnt an der Einmündung Eibinger Straße in die Hugo-Asbach-Straße. Nach Überqueren der Taunusstraße treffen wir auf den Eibinger Weg. Wir bleiben nördlich der Versuchsanlage der Forschungsanstalt (Geisenheim) und überqueren die Nothgottesstraße (K 630). Nun folgen die Falterstraße und die Albert-Schweitzer-Straße (Nordring von Geisenheim). Wir radeln durch die Lage Kläuserweg und erreichen Johannisberg, Ortsteil Grund. Nach Überqueren der Hauptstraße biegen wir beim Denkmal der Weinleserinnen in den Märzacker-Weg ein, der unterhalb des Schlosses nach Winkel führt. Über die Greiffenclau-Straße zur Vollradser Allee. Auf der Höhe des Sportplatzes rechts bis zur Pfingstbachtalstraße nach Gottesthal und vorbei am ehemaligen Pfortenhaus in Richtung Hallgarten. Auf dem Wirtschaftsweg durch die Lagen Klosterberg und Schönhell. Über die Verbindung der Straßen Oestrich-Hallgarten und Hallgarten-Hattenheim zum Radweg an der K 634 in Richtung Hattenheim. An der Gemarkungsgrenze (Grenzstein) in Richtung Leimersbach. Nächstes Ziel ist die Domäne Neuhof. Von hier aus nach Kloster Eberbach und Kiedrich. Bis Eltville kann der Radweg westlich der Straße bis zum Ortseingang benutzt werden. Von der Kiedricher Straße geht es nach links in die Bertholdstraße und geradeaus weiter durch die Balduinstraße. Am Ende angekommen biegen wir in die Feldstraße, die in die Friedrichstraße mündet. Die Sonnenbergstraße schließt sich an. Über einen Wirtschaftsweg gelangen wir nach Oberwalluf. Im rechten Winkel geht es auf der Ortsverbindungsstraße weiter, vorbei am Steinheimer Hof in Richtung Rhein. Nach Überqueren der Bahnlinie nach Niederwalluf. Die Hauptstraße kreuzen und dann durch die Kirchgasse zum Rheinufer. Dort fahren wir auf der Rheinallee am Sportplatz vorbei zum Hochwasserdamm in Richtung Schierstein.


Von Wiesbaden nach Flörsheim am Main (23,5 km):
Über den Hochwasserdamm (links Storchengehege) zum Schiersteiner Hafen. Am Ende der Hafenpromenade biegen wir in die Saarbrücker Allee, in deren Linksbogen wir rechts in den kombinierten Geh- und Radweg abzweigen, der uns zur Uferstraße Wiesbaden-Biebrich führt. Diese mündet in die Rheingaustraße mit den Bootsanlegestellen. Links das Biebricher Schloß. Nach dem Industriegebiet geht es nach rechts in die Wiebadener Straße bis zur verkehrsberuhigten Eleonorenstraße. Durch die Grünanlage entlang des Rheins zur Theodor-Heuss-Brücke, die wir unterqueren. Links die Reduit. Weiter geradeaus entlang des Rheins, dann über die Flußhafenbrücke zur Freizeitinsel Maaraue. Weiter geht es zur Mainmündung und zur Mainuferstraße in Mainz-Kostheim. Unter der Brücke hindurch, dann entlang des Hafenbeckens und danach auf dem Maindamm in Richtung Hochheim. (Alternativ-Route: am Mainweg links Richtung S-Bahn und zur katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul. Dann rechts auf den Rheingauer Riesling Pfad durch die Weinberge am Königin Viktoria-Denkmal vorbei in Richtung Flörsheim). Der ausgeschilderte Radwanderweg führt über den Mainuferweg am Fuße der Weinberge durch das Naturschutzgebiet "Hochheimer Mainufer". Blick auf das Viktoria-Denkmal. Wir erreichen das Gewerbegebiet und danach den Flörsheimer Ortsteil Keramag / Falkenberg. Ein kurzes, aber steiles Stück führt zur Landstraße 3028, die wir überqueren. Vorbei am Flörsheimer Judenfriedhof und entlang des Wickerbachs zur Gastwirtschaft "Wiesenmühle". Kurzer steiler Weg zur Anna-Kapelle (1715). Wir biegen nach links und fahren durch das Wickerbachtal, vorbei an der Krieger-Gedächtnis-Kapelle (1925) und der Flörsheimer Warte (Ausblick über das gesamte Rhein-Main-Gebiet) Richtung Wicker. Wer sich erholen möchte, radelt zum Weinprobierstand im Ortsteil Wicker, dem "Tor zum Rheingau". Wer noch nicht müde ist, hat die Möglichkeit, auf ca. 45 km Radwegen die Stadt Flörsheim am Main (barocke St. Gallus Kirche, historische Altstadt) und ihre Umgebung kennenzulernen.

 

Sehenswürdigkeiten entlang der Rheingauer Riesling Routen:


Lorch am Rhein: Weinbau seit 1085. Sehenswert: zahlreiche Adelshöfe, Hilchenhaus (1548), Pfarrkirche St. Martin mit Schnitzaltar von 1483, Kunst- und Heimatmuseum mit thronender Gottesmutter mit Weintraube (um 1350). Weinlagen: Schloßberg, Kapellenberg, Krone, Pfaffenwies und Bodental-Steinberg.


Lorchhausen: das "Tor zum Rheingau". Weinbau seit 1211. Weinlage Seligmacher.


Assmannshausen: Erster Nachweis 1108. Assmannshausens Spätburgunder Rotweine sind seit 1507 bekannt. Berühmte Lagen: Höllenberg, Hinterkirch, Frankenthal. Internationales Renommee genießt das Hotel "Gasthaus zur Krone" mit dem Freiligrath-Zimmer.


Rüdesheim am Rhein: "Wein, Musik und Frohsinn" verspricht die Drosselgasse. Sehenswert: " Siegfried`s Mechanisches Musikkabinett", das "Museum für Weingeschichte" in der Brömserburg (12. Jahrhundert), das Toy Museum, die Pfarrkirche St. Jakobus, die evangelische Pfarrkirche mit dem Weinstockfenster und die Benediktinerinnen- Abtei St. Hildegard. Zum berühmten Niederwalddenkmal geht es per Auto, Seilbahn oder zu Fuß durch die Weinberge. Eine schöne Wanderung führt auch zur Burgruine Ehrenfels.


Geisenheim: 772 erstmals erwähnt. Mehrere alte Adelshöfe. Heute Schulstadt mit zwei Gymnasien. Weltbekannt ist die Forschungsanstalt und Fachhochschule für Wein- und Gartenbau. Sehenswert: die Pfarrkirche Heilig Kreuz mit dem Kreuz des Mainzer Bildhauer Hans Backoffen von 1518 und die Wallfahrtskirche Marienthal mit einem Gnadenbild der schmerzhaften Mutter (um 1300 ).


Johannisberg: Weinbau seit 817. Verdankt Namen und Entwicklung dem Benediktinerorden, der Anfang des 12. Jahrhunderts das Kloster errichtete. 1716 kamen die Anlagen an die Fürstenabtei Fulda, die das heutige Schloss erbaute und den Weinbau zu hoher Blüte brachte. 1775 Entdeckung der Spätlese, 1787 erste Auslese und 1858 erster Eiswein. Empfehlung: Besuch des Weinkabinetts und des Gutausschanks.


Winkel: Ersterwähnung 850. Sehenswert: die Pfarrkirche St. Walpurgis und das Brentanohaus, wo Goethe 1814 weilte. Zu den ältesten Steinhäusern Deutschlands zählt das "Graue Haus".


Schloss Vollrads: Seit etwa 1330 Wohnsitz der Familie Matuschka-Greiffenclau. Weingut, Gutsausschank und "lukullische Weinproben".


Mittelheim: Sehenswertes, ehemaliges Rathaus und schöne alte Fachwerkhäuser. Herausragend die romanische Basilika St. Ägidius (12. Jahrhundert) mit wertvoller Kanzel und Statue des heiligen Urban, Schutzpatron der Winzer.


Oestrich: Alter Weinort mit beachtenswertem Stadtkern. Zu den Weindenkmälern gehört der Oestricher Kran (1745). Das Schloß Reichhartshausen, ehemals Weinumschlagplatz von Kloster Eberbach, und die "Oestricher Burg" beherbergen heute die "European Bussiness School (ebs). Im Garten der EBS ein siamesischer Tempel, Geschenk des Thailändischen Königspaares.


Hallgarten: Über 800 Jahre altes Weindorf zwischen den Weinbergen am Fuße der Hallgartener Zange. Sehenswert in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt die Schröter- Gottesmutter mit der Scherbe (um 1415).


Hattenheim: seit dem 10. Jahrhundert. Anmutiger Dorfplatz mit besonders schönen Fachwerkhäusern. Prächtige, alte Patrizierhöfe, wie der Greiffenclauer Hof (1555), der Schönborn`sche Hof (1640), der Raitz von Frentz`sche Hof (1667) und schließlich die Hattenheimer Burg (15. Jahrhundert).


Kloster Eberbach: Ehemaliges Zisterzienserkloster, das 1136 gegründet wurde und bis 1802 die Entwicklung des Rheingauer Weinbaues und seiner Kultur maßgeblich beeinflußt hat. Ort vielfältiger kultureller Veranstaltungen um Wein und Musik. Abteimuseum. Lohnenswert: Weinprobe in historischen Räumen.


Erbach: Bedeutendes Weindorf mit den berühmten Weinlagen Marcobrunn (12. Jahrhundert), Hochrain (1519), Steinmorgen (1211). Das Hotel "Schloß Reinhartshausen" besitzt beträchtliche Weinberge im Schloßberg und auf der Insel Mariannenaue.


Eltville am Rhein: "Wein-, Sekt- und Rosenstadt" mit Burgfestspielen. Älteste Stadt des Rheingaus (seit 1332). Sehenswert: die Kurfürstliche Burg mit Gutenberg-Gedenkstätte, Adelshöfe, die Pfarrkirche St. Peter und Paul mit dem Willigis-Stein.


Kiedrich: Das "Gotische Weindorf" mit 1000jähriger Geschichte. Die Pfarrkirche St. Valentinus (1493) verfügt wie die Karnerkapelle St. Michael über eine reiche Ausstattung, unter anderem die älteste bespielbare Orgel Deutschlands und die thronende Gottesmutter im Chor. Die Chorbuben singen noch heute den Gregorianischen Choral im Germanischen Dialekt. Viele alte Weingüter und Gutsschänken. Auf der Höhe die Burgruine Scharfenstein (12. Jahrhundert) und "Weinberge der Ehe".


Rauenthal: 1211 wurde der Weinbau erstmals erwähnt. Ein Kleinod ist die Pfarrkirche St. Antonius mit der Gottesmutter mit der Traube, (15. Jahrhundert). Bekannte Lagen: Baiken, Gehrn und Wülfen. Großartige Aussichten auf das Rheintal von der Bubenhäuser Höhe.


Martinsthal: Altes Weindorf. Historisches Weinhaus " Zur Krone".


Walluf: Die älteste Siedlung des Rheingaus (770). Zahlreiche Mühlen gehörten früher zur Haupterwerbsquelle. 1000jährige Johanniskirchenruine. Malerische Bucht mit Leinpfad in Richtung Eltville. Streuobstwiesen.


Wiesbaden: Landeshauptstadt mit Bade- und Kurbetrieb. Sehenswert: Kurhaus mit Casino und Kurpark, Staatstheater, Kochbrunnen, Stadtschloss, Altes Rathaus, Griechische Kapelle, Museum mit Sammlung Nassauischer Altertümer, Landesbibliothek. Stadtweingut mit der Lage Neroberg. Biebricher Schloss mit Park. Sektkellerei von Weltruf in Biebrich und Schierstein.


Wiesbaden-Dotzheim: (seit 1128) mit der Weinlage Judenkirsch.


Wiesbaden-Frauenstein: Mit Burg von 1221. Weinbaugemeinde mit den alten Höfen Armada, Groroth und Nürnberg. Europaweinberg mit Rebstöcken aus acht Partnerländern. Lage: Herrenberg mit Goethestein.


Wiesbaden-Schierstein: Mit Jupitersäule von 221 nach Christus. Weinbau seit 973. Lagen: Hölle und Dachsberg.


Mainz-Kostheim: (seit 790). Reichsversammlung Karls des Großen 795. Lagen Steig und Berg.


Hochheim am Main: (seit 754). Historischer Altstadtkern mit Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert, der "Plan", auf dem die barocke Hochheimer Madonna (18. Jahrhundert) steht. Lagen: Domdechaney, Kirchstück, Herrnberg sowie Königin Viktoriaberg mit dem Denkmal von 1854, das an den Besuch der englischen Königin erinnert. Heimat- und Weinmuseum. Weltbekannte Wein- und Sektkellereien.


Flörsheim-Wicker: Weinbau seit 927 belegt. "Tor zum Rheingau" mit Weinprobierstand. Wickerer Weinweg, ein wein- und kulturhistorischer Wanderweg. Kirche St. Katharina, Fachwerkhäuser 16. bis 18. Jahrhundert, Flörsheimer Warte (Ausblick über das gesamte Rhein-Main-Gebiet). Lagen König Wilhelmsberg (mit Säule von 1866), Mönchsgewann, Nonnenberg, Stein, Flörsheimer Herrnberg, Flörsheimer St. Anna Kapelle.