Massenheimer Kirche

1.100 Jahre liegt die schriftliche Ersterwähnung (anno 909) einer Kirche in Massenheim zurück. König Ludwig das Kind, ein Urururenkel Karls des Großen, überließ seinerzeit urkundlich dem Mainzer Erzbischof Hatto seine „Villa“ Massenheim unter Erwähnung einer Kirche. Dramatisches geschah 1579, als der marode gewordene Kirchturm einstürzte und das Kirchenschiff zerschlug. In ärmsten Zeiten wurde 1581 der Wiederaufbau begonnen.
Aus dieser spätgotischen Zeit ist der Kirchenturm erhalten. Stilistisch gut erkennbar am Portal in der südlichen Turmwand, den Klang-Arkaden der Glockenebene und im Inneren an den Kreuzgewölbeansätzen im Chor.

Nur etwa 150 Jahre später war nach den Zerstörungen und Schrecknissen des 30-jährigen Krieges und der Pestzeit der Zustand erneut baufällig. Nach lange währenden Bemühungen und Planungen war 1762 der Neubau des  Kirchenschiffes unter gleichzeitiger Erweiterung möglich. So ist heute ein spätbarockes Kirchengebäude mit spätgotischem Turm zu sehen.

Wesentliche Teile der erst in späteren Jahren eingefügten Innenausstattung zeigen bereits frühklassizistische Merkmale. Ein Kleinod ist der alte Taufstein von 1631, aufgestellt von CHRISTOFORUS FLORUS, DER CRON SCHWEDEN WOLBESTELDER HAUPTMANN. Sein Vater war lange Jahre Massenheimer
Pfarrer. Die älteste Glocke stammt aus dem Jahr 1742.