Die kleine Sandsteinstatue einer Nonne auf der Straßenseite gegenüber ist das Wahrzeichen des unmittelbar dahinter beginnenden Weinbergs mit der
altbekannten Lagebezeichnung WICKERER NONNBERG. Diese Figur ist ein Abguss aus neuerer Zeit. Das Original stammt aus dem 18. Jahrhundert und befindet sich in der Straßenmühle. Der Weinberg gehörte früher zu verschiedenen Nonnenklöstern, zuletzt bis zur Säkularisation im Jahr 1803 dem Zisterzienserinnen-Kloster Tiefenthal im Rheingau.

Danach wurde der Nonnberg Privatbesitz und wenig später mit einer Mauer eingefasst und neu terrassiert. Mit seinem Gefälle nach Süd-Südwest hat er eine optimale Sonneneinstrahlung.

König-Wilhelmsberg

Vom WICKERER NONNBERG getrennt fi nden wir westlich davon die Weinbergslage KÖNIG-WILHELMSBERG. Ein früherer Besitzer, der Weingutsbesitzer Georg Kroeschel, war Hofl ieferant des preußischen Königs und späteren ersten deutschen Kaisers Wilhelm I.

Aus Anlass der Eingliederung des Herzogtums Nassau in das Königreich Preußen im Jahr 1866 wurde diese Weinbergslage KÖNIG-WILHELMSBERG genannt. Zur Erinnerung daran ließ Kroeschel 1875 durch den Fuldaer Bildhauer Adam Kramer
die Steinsäule mit dem Preußenadler aufstellen.

Wegkreuz mit Geschichte

Zu beachten ist auch das HISTORISCHE WEGKREUZ aus dem Jahr 1690 auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Errichtet als Zeichen religiöser Ehrerbietung dienten Wegkreuze zudem als Orientierungspunkte in der Gemarkung.
Dies ist das älteste Wegkreuz im Main-Taunus-Kreis.

Es befindet sich immer noch an seinem ursprünglichen Standort vor dem ehemaligen Gasthaus ZUM NASSAUER HOF.