Die Hochheimer Weinlagen

Seit über 1.200 Jahren wird in Hochheim am Main Weinbau betrieben.
Die Weine genießen Weltruf, nicht zuletzt durch die Vorliebe der englischen
Königin Victoria für edle Hochheimer Tropfen.

Die Hochheimer – „geadelte Magnate“
Zwar liegt Hochheim am Main, doch zählt der Weinbauort zum Anbaugebiet
„Rheingau“. Auf sonnigen Süd- und Südwesthängen werden vorwiegend
Riesling (80%) und Spätburgunder (15%) angebaut. Hochheim am Main gehört
unter den Weinbaugemeinden des Rheingaus zu den bedeutenden – nicht nur wegen der Größe seiner Rebfl äche von rund 200 ha. Schon J. W. Goethe zählte
„die Hochheimer“ zu „den Magnaten“, den ganz großen Weinlagen.

Name und Lage – früher und heute
Die Benennung der Weinlagen ist uralte Sprach- und Rechtstradition. Bereits im
Mittelalter haben Mönche die Herkunft ihrer Weine beschrieben. So entstanden
Flurnamen und Lagebezeichnungen. Sie stehen für eine tiefe Kenntnis über
die Relation von Herkunft, Weincharakter und Weinqualität. Bereits ab 1498 wurden in den Kellern von Kloster Eberbach erstmals „Gewächse aus besonderen Lagen” geführt. Anfang des 20. Jahrhunderts kam kaum ein Rheingauer Wein mehr ohne Lagenbezeichnung in den Verkehr. In den 42 Weinbaugemeinden des Rheingaus gab es etwa 1.500 Lagennamen. Mit dem Weingesetz von 1971 wurden die Lagennamen verbindlich festgelegt, auf inzwischen 118 Lagen.

Die Hochheimer Lagen
Die Großlage Hochheimer Daubhaus zählt 10 Einzellagen. Am bekanntesten sind die unterhalb der Altstadt gelegenen Lagen Domdechaney und  Kirchenstück sowie Victoriaberg. Auf den Tafeln des Weinerlebnisweges finden Sie Wissenswertes zur Geschichte und zum „Terroir“ der Lagen.

Erstes Gewächs - die „Premier Cru“ des Rheingaus

Auf erstklassigen Böden wachsen erstklassige Weine – so lautet die Botschaft des
„ERSTEN GEWÄCHS“. Eine von der Forschungsanstalt Geisenheim und dem Deutschen Wetterdienst erstellte Gütekarte berücksichtigt die klimatischen Bedingungen und die Bodenverhältnisse im Weinberg.
Doch das allein macht noch keinen erstklassigen Wein. Es braucht dazu noch
hohe Qualitätsstandards. Eine sensorische Prüfung durch Fachleute ist der
Garant dafür, dass die ERSTEN GEWÄCHSE zu den Spitzenprodukten des Rheingaus zählen. Ausschließlich Riesling und Spätburgunder dürfen als ERSTES GEWÄCHS vermarktet werden.

Spitzenklasse:

Rund 60% der Hochheimer Rebfläche zählen zum „ERSTEN GEWÄCHS“.