Weinbaumuseum

Das erste Weinbaumuseum Hessens

wurde 2010 im wunderschönen Tonnengewölbe im Haus der Vereine eröffnet. Das Hessische Wissenschaftsministerium unterstützte die Einrichtung finanziell, bei der Konzeption und Gestaltung wirkte der Hochheimer Winzermeister Klaus Schmikl mit. Beim Rundgang erfährt man Wissenswertes über die Arbeit des Winzers im Lauf des Jahres – im Weinberg und im Keller – von der Bodenbearbeitung über
den Rebschutz bis zur Kelterei und Verkorkung.

Historische Gerätschaften

machen deutlich, wie viel Handarbeit es früher erforderte, bis aus den Trauben der gute Hochheimer Wein entstehen konnte. Neue und alte Übersichtskarten zeigen die „Hochheimer Lagen“, die offiziell von der Gemarkung Kostheim bis Wicker reichen. In großen Glasgefäßen werden die verschiedenen in diesen Lagen vorhandenen Bodentypen gezeigt, Löss zum Beispiel oder Tonmergel

Von wegen Romantik im Weinberg

Der Häcker, der Arbeiter im Weinberg, hat es nicht leicht gehabt. Mit Karst, Juterucksack und „Schlupp“ (Drahtschlinge) ging es zur Arbeit hinaus. Die Schlupp befestigten die Häcker morgens an einem Stock im Wingert und abends schauten sie nach, ob sie ein Kaninchen oder ein anderes Tier erwischt hatten.
Das wurde dann verbotenerweise eingesackt und bereicherte so den Speisezettel der einfachen Leute.