Braunkohle-Abbau

Sie befinden sich hier auf einem Areal, in dem ab 1845 in bergmännischer Weise Braunkohle abgebaut wurde. Also in einer Phase rundum beginnender Industrialisierung mit ihrem Energiehunger. „Güte Gottes“ lautete die Bezeichnung
des Bergwerks. Das Zechengebäude und die Verwaltung befanden sich wenige Meter südlich von hier, etwa dort, wo die Autobahnauffahrt Richtung Darmstadt verläuft.

Dass um Hochheim am Main „Schwarzes Gold“ lagert, war schon einige hundert Jahre zuvor bekannt. Ein ernsthafter Abbauversuch fand aber erst ab 1826 für zwei Jahrzehnte in Mainnähe, im dortigen Distrikt „Kohlenkaut“, statt. In jüngerer Zeit stieß man beim Bau der Kläranlage ebenso auf Vorkommen, wie auch jüngst bei der Errichtung des Wasserkraftwerks neben der „Kostheimer“ Mainschleuse.

Grundlage des Braunkohle-Abbaus
im Gebiet der „Güte Gottes“ waren kohleführende Bereiche des tertiären Cyrenenmergels. Die beiden Flöze wurden durch eine 50 bis 70 cm mächtige
Zwischenschicht getrennt. Die obere Schicht war bis zu 48 cm mächtig und lieferte erdige Pechkohle. Die untere Schicht war bis 120 cm mächtig und lieferte reine
Pechkohle.